Veröffentlicht am: 15.11.12

ECEI12 - Partnerschaften für ein digitales Europa

Stiftung Digitale Chancen
Quelle: eigener Bericht vom 15.11.12

ECEI12 - Partnerships for a digital Europe (english version of the article)

Der vierte Europäische E-Inclusion Kongress (ECEI) fand am 5. und 6. November 2012 in Brüssel statt. Die Konferenz baute auf den Impulsen, die während des ECEI11 im Jahr zuvor entwickelt wurden, auf. Dort wurde die unterstützende Rolle, die Bibliotheken bei der Bereitstellung von Zugang zu digitalen Medien in lokalen Gemeinden und Kommunen spielen können, diskutiert. Der ECEI12 hat die weiteren Möglichkeiten der Einbeziehung, Beteiligung und Engagements von weiteren Stakeholdern in Partnerschaften in dem Bereich fokussiert, um die Vertiefung des Dialoges über E-Inclusion in ganz Europa weiter voranzubringen.

Rund 130 Teilnehmende, darunter Vertreter aus dem Bereich der Regierung, den Bibliotheken sowie der E-Inklusion aus 22 Europäischen Ländern kamen zusammen, um ihre Erfahrungen zu teilen. Es wurde anhand von Beispielen guter Praxis über die Möglichkeiten diskutiert, die öffentliche Bibliotheken zur Erreichung der Ziele der Europe 2020, Europe’s Growth Strategy bieten. Auch sie legt einen fortlaufenden Akzent auf die Entwicklung von effektiven Partnerschaften, um die gegenwärtigen ökonomischen und sozialen Herausforderungen, mit denen Europa konfrontiert ist, anzugehen.

Das Ziel des ersten Meetingtages war, den Teilnehmenden einen genaueren Einblick in den aktuellen Status der EU Richtlinie und ein besseres Verständnis für die Hauptkomponenten innerhalb der ‚Europa 2020 Wachstumsstrategie‘ zu geben. Der Fokus lag auf der strategischen Bedeutung, digitale Initiativen in die Prioritäten der EU Richtlinie mit aufzunehmen sowie die Schlüsselrolle, die öffentliche Bibliotheken bei der Bereitstellung von Services und Diensten einnehmen kann, diese Prioritäten zu erfüllen. Investitionen in den Bereich E-Inclusion können einen großen Einfluss auf Bildung, Beschäftigung und Verbesserung der Situationen vor Ort haben.

Der zweite Tag der Konferenz baute auf dem gewonnenen Wissen und den Diskussionen vom Vortag auf. Es wurden unterschiedliche Beispiele guter Praxis von lokalen Stakeholdern in Zusammenarbeit mit öffentlichen Bibliotheken, Gemeinden und weiteren Akteuren vorgestellt. Die Teilnehmenden konnten ihre Erfahrungen und Ideen über die Vorstellung der unterschiedlichen Projekte und Bestrebungen austauschen - der Fokus lag auf der Bildung von erfolgreichen Partnerschaften vor Ort und der Verbreitung von gut funktionierenden Modellen. Ein weiterer Aspekt war die Steigerung eines übergreifenden Bewusstseins für die Bedeutung, Wichtigkeit und Einsetzbarkeit von Bibliotheken für die Inklusion durch digitale Medien.

Von der Stiftung Digitale Chancen präsentierte Susanne Bernsmann die Ziele und den Ansatz des europäischen Projekts "Digital Literacy 2.0 - DLit 2.0" (EC Programm für lebenslanges Lernen). Acht Partner aus sieben europäischen Ländern arbeiten daran, Mitarbeitende in Bibliotheken und Lernorten der non-formalen Bildung (soziale, öffentliche Einrichtungen) für die Nutzung von IKT in ihrer täglichen Arbeit mit schwer erreichbaren Zielgruppen zu schulen. Sie lernen, wie sie ihre Zielgruppe motivieren und den kompetenten Umgang mit dem Internet und Web 2.0 vermitteln können. In einem zweiten Schritt wird das Wissen der geschulten Multiplikatorinnen und Multiplikatoren an erwachsene Lernende aus sozial benachteiligten und bildungsfernen Gruppen in den non-formalen Lernorten weitergegeben. Sie sollen erreicht werden durch die niedrigschwelligen Themen der Angebote und das Interesse an der Nutzung sozialer Netzwerke im Internet und anderer Web 2.0-Angebote angesprochen fühlen und somit mehr Möglichkeiten der gesellschaftlichen Teilhabe erlangen. Alle acht Partner haben in ihren Ländern jeweils assoziierte Partner auf lokaler Ebene, um ihre verschiedenen Zielgruppen (wie Arbeitslose oder ältere Menschen) zu erreichen, in ihre Einrichtung zu kommen oder weitere Kanäle der gezielten Verbreitung zu haben.

In parallelen Workshops des ECEI12 am Nachmittag hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, in kleineren Gruppen interaktivere und spezialisiertere Diskussionen und Dialoge zu führen. Diese sollen auf dem E-Inclusion Congress 2013 weitergeführt werden.




Mehr erfahren Sie unter:
ecei12.com/

Digital Literacy 2.0


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Bibliotheken, Medienkompetenz, Public-Private-Partnership