Veröffentlicht am: 06.04.17

Kinder als Regisseur: Medien kreativ nutzen

Quelle: Schau hin! vom 01.01.00

jugendschutz.net Kreativer Kinderspaß

Das Internet bietet eine Vielzahl an kindgerechten Angeboten, mit denen Kinder spielerisch ihre Kreativität fördern und lernen wie Medien funktionieren. Der Familienratgeber „Schau hin! Was Dein Kind mit Medien macht“ empfiehlt, auf altersgerechte Angebote zu achten und die kreative Möglichkeiten von Kinder-Webseiten und -Apps gemeinsam zu entdecken.

Bilder erstellen, Clips schneiden, Musik komponieren: Kreative Kinder-Webseiten und -Apps bieten gerade für Grundschulkinder viele Möglichkeiten, kreativ zu sein. Kinder werden so vom Konsumenten zum Produzenten. „Gestalten Kinder Medien selbst, macht das nicht nur Spaß. Sie erleben sich als aktiver Teil der Medienwelt und erlernen dabei sprachliche, künstlerische sowie technische Kompetenzen. Am besten wählen Eltern passende Angebote mit ihren Kindern aus und entdecken sie gemeinsam mit ihnen“, meint Schau hin!-Mediencoach Kristin Langer.

Kindgerechte Angebote auswählen

Mit Seiten wie knipsclub.de, trickino.de , juki.de und opera-maker.de oder der Ohrenspitzer-App für iOS und Android können Kinder eigene Bilder, Filme und Musik produzieren. Ein umfangreiches und übersichtliches Angebot bietet die Datenbank der Initiative „Gutes Aufwachsen mit Medien“. Hier finden Eltern und Pädagogen Webseiten und Apps, die für Kinder geeignet sind. Wichtig ist, dass die Angebote zum Alter und den Fähigkeiten des Kindes passen, übersichtlich gestaltet sind, nur betreute Communitys sowie keine Links zu ungeeigneten externen Inhalten enthalten und möglichst werbefrei sind. Geeignete Angebote finden Eltern bei klick-tipps.net oder app-tipps.net.

Über Medienprojekte informieren

Es gibt viele interaktive und kreative Medienprojekte - online und vor Ort. Einen Überblick zu Projekten der Landesmedienanstalten finden Eltern auf die-medienanstalten.de. Auch Führungen oder Tage der offenen Tür bei Medienunternehmen können als Blick hinter die Kulissen inspirieren, etwa dazu, eigene Beiträge für die Schüler- oder Tageszeitung, das Radio, eine Webseite oder den Bürgerkanal spielerisch zu entwickeln. Ideen für Projekte bietet medienpaedagogik-praxis.de. Zudem gibt es eine Vielzahl kreativer Wettbewerbe für Kinder, wie der Deutsche Multimediapreis, der Deutsche Jugendvideopreis oder der Handyclip-Wettbewerb Mobileclipfestival.

Auf Urheberrechte achten

Bei der Nutzung und Bearbeitung medialer Inhalte sind die Rechte der Urheber zu achten. Grundsätzlich können Eltern ihrem Kind erklären, dass auch die meisten Inhalte im Netz jemandem gehören und man dieses daher nicht einfach ohne dessen Erlaubnis nutzen darf. Zu empfehlen sind Dateien mit einer Creative Commons-Lizenz. Hierbei räumen Urheber Nutzern unter bestimmten Bedingungen die Verwendung ein, etwa zur privaten, nicht-kommerziellen Nutzung.

Kreative Kinder-Webseiten und weitere Tipps zur kreativen Mediennutzung finden Eltern im Extrathema www.schau-hin.info/extrathemen/kreativ-mit-medien, in der Broschüre Ein Netz für Kinder des Bundesfamilienministeriums (BMFSFJ) und auf der Themenseite surfen-ohne-risiko.net/kreativ.





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Schau hin - Was Dein Kind mit Medien macht

Der Medienratgeber für Familien informiert Eltern und Erziehende über aktuelle Entwicklungen der Medienwelt, über Möglichkeiten zur Information, Interaktion und Unterhaltung, aber auch Risiken wie Kostenfallen, Werbung, Datenlecks, Kontaktgefahren, Cybermobbing, exzessive Mediennutzung oder beeinträchtigende Inhalte wie Gewalt und Pornografie. Zugleich bietet SCHAU HIN! Eltern und Erziehenden Orientierung in der digitalen Medienwelt und gibt konkrete, alltagstaugliche Tipps, wie sie den Medienkonsum ihrer Kinder kompetent begleiten können. Weitere Informationen unter www.schau-hin.info


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