Veröffentlicht am: 11.05.17

Lokal Vernetzt - das Medienkompetenz-Netzwerk Hamm

Medienarbeit im Medienkompetenz-Netzwerk Hamm

Das Initiativbüro unterstützt „Lokale Netzwerke für ein Gutes Aufwachsen mit Medien“ bei der Gründung und Gestaltung von Angeboten zur Medienerziehung in Familien. In dieser Rubrik stellen wir Ihnen je eins unserer Lokalen Netzwerke vor, diesmal das Medienkompetenz-Netzwerk Hamm. Christiane Simon, Leiterin des Medienzentrums, gibt Einblicke in ihr Netzwerk.


Frau Simon, was war Ihre Motivation, ein Netzwerk zu gründen?

In Hamm gibt es viele engagierte Akteure mit guten Ideen, die aber parallel Veranstaltungen im Themenfeld Medienbildung durchführten. Keiner wusste von den Aktionen des Anderen. Aus diesem Anlass haben wir alle Verantwortlichen zu einem Fachtag versammelt. Wir arbeiten als offene Kooperationsgemeinschaft zusammen. Das heißt, es gibt drei Koordinatoren, das Jugendamt, die Jugend(sucht)beratung und wir, das Medienzentrum. In unserem Netzwerk wirken Volkshochschule, Büchereien, Museum, aber auch AWO, Caritas und Diakonie, wie auch Polizei, Medienscout-Schulen, Kitas, Jugendzentren und Film- und Fernsehschule Hamm mit.

Was haben Sie bisher für Angebote umgesetzt und was ist als Nächstes geplant?

Wir veranstalten jährlich einen Fachtag. Dabei tauschen wir uns zum Netzwerk aus und beschäftigen uns mit aktuellen Diskursen der Medienbildung. Im April diskutierten wir zu „Big Data“ -Sicherheit und Datenschutz. Außerdem führten wir unter anderem mit der Diakonie Ruhr-Hellweg Eltern-LAN Partys durch. Hier erprobten Eltern Computerspiele und informierten sich über virtuelle Spielwelten. Außerdem bilden wir Medienscouts aus. Dabei erproben Jugendliche Netbags, einen Methodenkoffer zur Prävention exzessiver Mediennutzung und geben Wissen an ihre Mitschülerinnen und Mitschüler weiter. Als Nächstes führen wir einen Planungskreis ein, indem wir uns noch intensiver mit der Netzwerkstruktur auseinandersetzen. Unser Ziel ist es noch mehr Mitglieder aktiv einzubeziehen.

Was ist das Besondere an ihrem Netzwerk?

Unser Netzwerk ist eine große Kooperationsgemeinschaft nahezu aller örtlichen Einrichtungen. So können wir viele verschiedene Wege ausprobieren und alle Zielgruppen von Kleinkindern bis Familien erreichen. Unsere Angebote richten sich insbesondere an die Fachkräfte in den Jugendhilfeeinrichtungen, Bildungseinrichtungen, Wohlfahrts- und Kulturverbänden sowie Wirtschaftsunternehmen. Dabei sind uns im Netzwerk die Medienprofis als auch medienferne Partner wichtig, da beide im Netzwerk gestärkt werden.

Welche Tipps würden Sie Einrichtungen geben, die ihre ersten Schritte als Lokales Netzwerk planen?

Ich empfehle mit allen Einrichtungen Kontakt aufzunehmen, die ein medienpädagogisches Interesse verfolgen könnten und ihre Idee des Netzwerkes zu verbreiten. Starten Sie ihre Netzwerkarbeit mit einer interessanten Auftaktveranstaltung, die allen Interessierten einen inhaltlichen Einstieg bietet! Außerdem ist es sinnvoll, Bekanntheit zu erzeugen, indem Sie beispielsweise die lokale Presse kontaktieren. Auch die Online-Konferenzen des Initiativbüros „Gutes Aufwachsen mit Medien“ sind eine gute Gelegenheit sich bundesweit zu präsentieren. Außerdem ist eine finanzielle Förderung ganz hilfreich, bei uns hat die Landesmedienanstalt in NRW unsere ersten Fachtage unterstützt.

Weitere Informationen

Wenn Sie Interesse haben, ein „Lokales Netzwerk für ein Gutes Aufwachsen mit Medien“ zu gründen, können Sie sich auf unserer Webseite www.gutes-aufwachsen-mit-medien.de/vernetzen informieren und anmelden.





Logo der Kampagne 'Gutes Aufwachsen mit Medien'

Initiativbüro "Gutes Aufwachsen mit Medien"


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