Über die Stiftung Digitale Chancen

Die Stiftung Digitale Chancen ist eine gemeinnützige, operativ tätige Stiftung mit Sitz in Berlin. Seit 2002 erforscht sie die gesellschaftlichen Folgen der Digitalisierung und setzt sich für den chancengleichen Zugang aller Menschen zum Internet ein. 
Mit zahlreichen Projekten auf nationaler und europäischer Ebene verfolgt die Stiftung das Ziel der digitalen Inklusion, Teilhabe und Chancengerechtigkeit und wirkt so einer digitalen Spaltung der Gesellschaft entgegen. 

Leitbild der Stiftung Digitale Chancen

Zweck der Stiftung ist die Förderung der Wissenschaft und Forschung sowie der Bildung im Bereich Mediennutzung und -kompetenz, vor allem im Hinblick auf die Nutzung des Internets, insbesondere in Deutschland. Sie verwirklicht den Stiftungszweck durch Maßnahmen zur Förderung der Medienkompetenz und eines sicheren und verantwortungsbewussten Umgangs mit digitalen Medien in allen von einer möglichen digitalen Spaltung betroffenen Bevölkerungsgruppen.

Die Stiftung verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung in der jeweils geltenden Fassung. Die Stiftung ist selbstlos tätig; sie verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

Das Leitbild der Stiftung Digitale Chancen beruht auf den Grundwerten der deutschen Verfassung und der freiheitlichen demokratischen Grundordnung sowie auf den international geltenden Prinzipien und Normen der UN-Menschenrechtskonvention und der europäischen Charta der Menschenrechte, der UN-Behindertenkonvention und der UN-Kinderrechtskonvention sowie der Allgemeinen Bemerkung Nr. 25 über die Rechte der Kinder im digitalen Umfeld.

Die Umsetzung unseres Stiftungszwecks dient der Verwirklichung von Chancengerechtigkeit, Diversität und Vielfalt sowie der Unterstützung von Innovation und Nachhaltigkeit unter Berücksichtigung der ethischen Implikationen von Digitalisierung sowie des Einsatzes von künstlicher Intelligenz. Unsere Arbeit beruht auf gegenseitiger Wertschätzung und der Wahrnehmung unserer demokratischen Verantwortung.

Wir verstehen uns als eine Organisation, die Europa als Gemeinschaft stärkt und durch Projekte mit Partner*innen aus ganz Europa zur Verwirklichung des europäischen Gedankens beiträgt.
 

Die Mission der Stiftung Digitale Chancen

Unser Ziel: Digitale Chancengerechtigkeit

  • Wir ermöglichen und stärken die digitale Teilhabe aller Menschen.
  • Wir vernetzen Zivilgesellschaft, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.
  • Wir setzen Impulse und gestalten Diskurse auf nationaler und internationaler Ebene.
  • Wir arbeiten zielgruppenorientiert für die Stärkung digitaler Kompetenzen.
  • Wir erforschen die gesellschaftlichen Folgen der Digitalisierung. Wir lernen aus der Praxis für die Forschung und bringen Forschungsergebnisse in die Praxis.

 

In der Umsetzung dieser Mission leisten wir einen Beitrag zur Verwirklichung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen, insbesondere SDG 16 und SDG 17 sowie weiterer entsprechend der jeweiligen Aufgabenstellung unserer Projekte.

Die Projekte der Stiftung dienen zur

  • Entwicklung von Trainingsmaterialien und Curricula für Multiplikator*innen
  • Durchführung von Schulungsangeboten
  • Evaluation von Maßnahmen zur Förderung der Internetnutzung und Medienkompetenz.

Im Fokus der Stiftungsarbeit stehen

  • Jugendmedienschutz und Anbieterverantwortung
  • Datenschutz
  • digitale Sourveränität und Barrierefreiheit
  • die Wirkung von gesellschaftlichem Engagement in und mit sozialen Medien
  • sozialorientierte Entwicklung der Digitalisierung in ländlichen Räumen

Wen wir erreichen wollen

Kurzum: Alle, die an der Entwicklung und den Chancen der Digitalisierung teilhaben wollen.

 

Die Angebote der Stiftung Digitale Chancen adressieren:

  • Menschen aller Generationen
  • Menschen mit unterschiedlichen sozialen, finanziellen, beruflichen und Bildungshintergründen
  • Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen und aus unterschiedlichen Lebenswelten
  • Menschen, die mit anderen Menschen zusammenarbeiten
  • Menschen, die auf dem Arbeitsmarkt wieder Fuß fassen wollen
  • Menschen, die sich anderen helfen und sich sozial engagieren.


Wir wollen insbesondere benachteiligte Bevölkerungsgruppen, die noch nicht in vollem Umfang von den Chancen der Digitalisierung profitieren, durch die Aktivitäten der Stiftung erreichen. Sie sollen auf dem Weg in eine digitale und inklusive Gesellschaft mitgenommen werden.

Lernen Sie unsere Arbeit kennen!

Erfahren Sie mehr zu unseren Arbeitsfeldern oder stöbern Sie durch unsere Projekte.

Finanzierung und Förderung

Die Stiftung Digitale Chancen ist operativ tätig, das heißt sie vergibt keine Fördermittel, sondern akquiriert – gemeinsam mit anderen Organisationen – Fördermittel und realisiert Projekte auf nationaler und internationaler Ebene. Dafür arbeitet sie in Kooperationen mit öffentlichen, zivilgesellschaftlichen und privatwirtschaftlichen Partner*innen. 

Die Projekte der Stiftung werden aus Mitteln europäischer Förderprogramme und Fördermitteln des Bundes oder anderer öffentlicher Mittelgeber*innen finanziert. Darüber hinaus arbeitet die Stiftung mit Partner*innen aus der Wirtschaft zusammen. Die Stifter*innen und Zustifter*innen der Stiftung Digitale Chancen unterstützen uns dabei.

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Gerne stehen wir als Kooperationspartner und/oder
Projektkoordinator zur Verfügung.

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Entstehungsgeschichte der Stiftung

Im Jahr 2000 hatte in Deutschland knapp ein Drittel der Bevölkerung ab 18 Jahren bereits einmal das Internet genutzt –, überwiegend jüngere, männliche und gut gebildete Menschen. 

Auch aus Vergleichsstudien in anderen europäischen Ländern und den USA war bekannt, dass die Entwicklung der Internetnutzung nicht gleichmäßig innerhalb der Bevölkerung verläuft.

Daher gab der damalige Bundeswirtschaftsminister Werner Müller am 20. September 2001 den Startschuss für das Netzwerk Digitale Chancen. Damit war für die gemeinsam durch das Unternehmen AOL Deutschland und die Universität Bremen gegründete Stiftung Digitale Chancen der Grundstein gelegt. Zum 2. Januar 2002 wurde diese schließlich von der Berliner Stiftungsaufsicht genehmigt.

In den ersten Jahren stand der Aufbau einer Datenbank von Interneterfahrungsorten wie z.B. Bibliotheken, Jugend- und Senioreneinrichtungen im Vordergrund, um Menschen eine Ersterfahrung im Umgang mit dem Medium zu ermöglichen. In der Folge entwickelte sich eine zunehmende Nachfrage nach Angeboten zur Vermittlung von Medienkompetenz. Mit Unterstützung des Stiftungsbeirats konnten Trainingsangebote für Sozialarbeiter*innen in Einrichtungen der AWO, der Caritas, des CVJM, der Diakonie, des DRK und der ZWSt umgesetzt werden.

Gesellschaftspolitische Maßnahmen zur Förderung eines chancengerechten Zugangs zum Internet und zur Verhinderung einer digitalen Spaltung sind bis heute erforderlich.   

In Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen in Deutschland und Europa wurden und werden die Voraussetzungen erfolgreicher Medienkompetenzvermittlung erforscht und Konzepte zur Verbreitung und Umsetzung entwickelt

 

Zum Portfolio unserer Themen gehören heute:

  • Barrierefreiheit
  • Kulturelle Bildung
  • Kinderrechte und Jugendmedienschutz
  • Datenschutz, Safety und Privacy by Design
  • Social Media
  • gesellschaftliches Engagement
  • die Bekämpfung von Desinformation und Hate Speech
  • Entwicklung der Digitalisierung in ländlichen Räumen und im Ehrenamt 

Lernen Sie unser Team kennen!

Erfahren Sie mehr über unser Stiftungsteam oder werfen Sie einen Blick auf unsere aktuellen Stellenangebote.

Die Stiftung fördert seit 20 Jahren den Dialog von Wirtschaft, Wissenschaft und Praxis mit der Politik, um die gesellschaftspolitischen Folgen der technologischen Entwicklung zu analysieren und gemeinsame Strategien für einen inklusiven und chancengerechten Transformationsprozess der Gesellschaft zu verwirklichen.

Schirmherrschaft

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz sowie das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend haben die Schirmherrschaft über die Stiftung übernommen.

Stifter*innen

Stifter*innen der Stiftung Digitale Chancen sind die Universität Bremen und AOL Deutschland.

Zustifter*innen sind der Management- und Technologiedienstleister Accenture, die Hubert Burda Stiftung, Prof. Dr. Herbert Kubicek und o2 Telefónica Germany (ehemals E-Plus-Gruppe).

Lernen Sie unseren Vorstand und Beirat kennen!

Erfahren Sie mehr über die Organe unserer Stiftung und lernen Sie die Vorstands- und Beiratsmitglieder kennen.

Transparenz

Die Stiftung ist bei der Berliner Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz als rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts anerkannt. Registriernummer: 3416/658-II.2

Darüber hinaus ist die Stiftung im Transparenzregister der EU eingetragen. Registriernummer: 948042627375-19