Digital Wellbeing als Kompetenz im DigComp 3.0 – Veranstaltungsrückblick

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Rückblick auf die Veranstaltung „Digital Wellbeing als Kompetenz“: Einordnung im DigComp, zentrale Inhalte und Diskussionen aus der Praxis verschiedener Bildungsbereiche

 

Die Online-Veranstaltung „Digital Wellbeing als Kompetenz“ des „Nationalen Bündnisses Digitale Kompetenzen für Beruf und Alltag“, die am 25. März 2026 in Zoom stattfand, widmete sich der Einordnung und Bedeutung digitalen Wohlbefindens im europäischen Referenzrahmen DigComp 3.0. Im Fokus stand die Frage, wie digitale Kompetenzen nicht nur funktional, sondern auch im Hinblick auf individuelles und gesellschaftliches Wohlbefinden verstanden werden können.

Zu Beginn wurde der DigComp als Orientierungsrahmen für digitale Kompetenzen vorgestellt. Er dient der Vergleichbarkeit und Einschätzung von Kompetenzen und umfasst fünf Kompetenzbereiche mit insgesamt 21 Einzelkompetenzen sowie verschiedene Kompetenzstufen.

 

Definition und Kompetenzniveaus von Digital Wellbeing im DigComp

Ein zentraler Bestandteil der Veranstaltung war die Definition von „Digital Wellbeing“. Darunter wird verstanden, digitale Technologien so zu nutzen, dass sie das eigene Wohlbefinden fördern. Dazu gehört, Risiken für das körperliche, geistige und soziale Wohlbefinden zu minimieren, digitale und analoge Aktivitäten in Einklang zu bringen sowie Schutzmaßnahmen in digitalen Umgebungen zu kennen und anzuwenden.

Die Kompetenz wurde entlang der vier Niveaustufen des DigComp erläutert. Auf der Grundstufe geht es um das Erkennen von Chancen und Risiken digitaler Nutzung sowie ein erstes Verständnis digitaler Systeme. Auf mittlerem Niveau stehen die Reflexion eigener Nutzungsgewohnheiten und die Anwendung von Schutzstrategien im Fokus. Fortgeschrittene Kompetenzen umfassen die Unterstützung anderer und die kritische Auseinandersetzung mit Phänomenen wie Stereotypisierung oder Ausgrenzung. Auf sehr fortgeschrittenem Niveau geht es darum, Maßnahmen fördern und Initiativen mitzugestalten zu können sowie an Entscheidungsprozessen mitzuwirken zu können.

 

Bedeutung des digitalen Wohlbefindens im Kontext digitaler Teilhabe

Abschließend wurde Digital Wellbeing als zentraler Bestandteil digitaler Teilhabe hervorgehoben. Digitale Kompetenzen umfassen dabei nicht nur Wissen und Fertigkeiten, sondern auch Reflexionsvermögen, Empathie sowie die Fähigkeit, digitale Technologien verantwortungsvoll zu nutzen.

Die Teilnehmenden aus beruflicher Erwachsenen- und Medienbildung, Seniorenbildung, Wohlfahrtsverbänden und öffentlichen Einrichtungen diskutierten im Anschluss lebhaft. Viele fühlten sich motiviert, sich weiter mit dem Thema zu beschäftigen. Die DigComp-Definitionen wurden als sinnvoll bewertet, zugleich wurde ein Nachholbedarf in eigenen Lernangeboten in Hinblick auf die Einbindung dieses Themas gesehen.

 

Die Präsentation zu dieser Veranstaltung finden Sie hier: https://digital-kompetent.org/wp-content/uploads/2026/04/wellbeing_digcomp_v02.pdf

Die Veranstaltung wurde vom Nationalen Bündnis Digitale Kompetenzen für Beruf und Alltag im Rahmen der All Digital Weeks 2026 veranstaltet. Das Nationale Bündnis ist ein Projekt der Stiftung Digitale Chancen, die auch die All Digital Weeks deutschlandweit koordiniert. Mehr Infos zum Bündnis unter https://digital-kompetent.org/.