KiZI - Kindgerechte Zugänge zum Internet

Über das Projekt

Das Internet wurde nicht für Kinder gemacht – doch sie sind dort selbstverständlich unterwegs. Mehr als die Hälfte der 6-13-Jährigen Kinder nutzt mehrmals die Woche und teilweise täglich das Internet. Dabei sind sie eher selten auf für Kinder gemachten Seiten und Apps unterwegs – Whats App, Youtube und TikTok zählten in der KIM-Studie 2020 zu den beliebtesten Apps. Was also tun? In der analogen Welt gibt es neben Orten für Erwachsene Orte für Kinder, die so attraktiv sind, dass Kinder sie gerne nutzen. Solche Orte gibt es auch im Internet – jedoch sind sie nicht so stark frequentiert. Hier ein attraktiveres Angebot zu schaffen, ist ein Weg, das Kinderrecht auf Teilhabe im digitalen Leben zu verwirklichen.
 

Projekthintergrund

Im März 2021 wurde das Jugendschutzgesetz einer kinderrechtlich basierten Novelle unterzogen. Der Schutz der persönlichen Integrität von Kindern und Jugendlichen sowie die Förderung der Orientierung bei der Mediennutzung wurden als neue Schutzziele aufgenommen. Kinder haben ein Recht auf Teilhabe am digitalen kulturellen Leben: „Die Vertragsstaaten sollen sicherstellen, dass Kinder die Möglichkeit haben, in ihrer Freizeit online mit Informations- und Kommunikationstechnologien zu experimentieren, sich auszudrücken und am Kulturleben teilzuhaben“ (25. Allgemeine Bemerkung zur UN-Kinderrechtskonvention).

Dafür sollen kindgerechte Zugänge zum Internet gefördert werden.


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Ansprechpersonen für dieses Projekt

Dr. Jennifer Lambrecht - Projektleitung
jlambrecht@digitale-chancen.de

Stefanie Baumann
sbaumann@digitale-chancen.de

Matthias Röck
mroeck@digitale-chancen.de

Ziel des Projekts

Das Ziel des Projekts ist es, eine Grundlage für die gezielte Förderung digitaler kindgerechter Angebote sowie für Orientierungsangebote für personensorgeberechtigte Personen zu schaffen.

Um dies umzusetzen, fördert die Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz das Projekt „KiZI-Kindgerechte Zugänge zum Internet“.

Um Angebote kindgerecht zu gestalten, müssen die Schutz-, Förder- und Beteiligungsrechte der UN-Kinderrechtskonvention entsprechend der wachsenden Fähigkeiten der Kinder ausbalanciert werden. Was dies genau bedeutet, wird im Projekt mit der Definition des Begriffs „kindgerecht“ eruiert. Förderwürdige Angebote sollen für Kinder geeignet sein und ihren Erwartungen, Bedarfen und Nutzungsgewohnheiten gerecht werden.
 

Umsetzung des Projekts

Im Forschungsprojekt KiZI-Kindgerechte Zugänge zum Internet wird in vier Phasen ein Vorschlag für eine Grundlage für die gezielte Förderung digitaler kindgerechter Angebote sowie für Orientierungsangebote geschaffen.

In der ersten Projektphase wird aufbauend auf dem aktuellen Forschungsstand zur Kindermediennutzung und auf Basis gesetzlicher Vorgaben mit Fokus auf die UN-Kinderrechtskonvention ein Kriterienkatalog zur Prüfung vorhandener Angebote auf Kindgerechtheit entwickelt. 

In der zweiten Projektphase werden vorhandene an Kinder gerichtete Angebote sowie nicht an Kinder gerichtete, sehr wohl aber von ihnen genutzte Angebote, auf Kindgerechtheit geprüft.

In der dritten Projektphase werden Fokusgruppengespräche mit Kindern, Erziehungsberechtigten sowie mit Anbietern von an Kinder gerichteten Angeboten durchgeführt. Ziel ist es, die Erkenntnisse über Erwartungen, Bedarfe und Nutzungsgewohnheiten zu vertiefen.

In der vierten Projektphase werden die Erkenntnisse gebündelt und in einem Abschlussbericht zusammengefasst.

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